Geschichte

Die Entstehung der Donau-Huskies

 

Familie :-P   2  1/2 Generationen Huskies :-P

Entstanden sind die Donau-Huskies aus den traurigen Überresten der Hobby-Eishockeymannschaft des damaligen LSD. (Local Skate & Snowboard-Division). Nachdem sich im Training jeweils nur noch sehr wenig Leute sehen ließen, beschloß ich, für den 19.01.1996 in der Pizzeria Bella Vista, Königsstraße in Ulm, eine Sitzung einzuberufen, in der das weiter Vorgehen in dieser Mannschaft diskutiert werden sollte. An dieser Sitzung nahmen ca. 12 Leute teil, (Rainer Unsöld, Tobias Göbbel, Peter Oravec, Josef Korristka, Jens Liller, Markus Junginger, Wolfgang Junginger, Premi Kozlovsky, Helmut Kupka, Claudio Mendoza, Pino Ciannarelli, Georg Schmid…….) die alle ihre feste Absicht bekundeten, beim weiteren Aufbau der Mannschaft mitzuwirken. Ebenfalls bei dieser Sitzung wurde einstimmig beschlossen, das Team Donau-Huskies zu taufen und entsprechende Trikots anzuschaffen. (Natürlich auf eigene Kosten). Der Name Donau-Huskies kam nach langem Debattieren von Rainer Unsöld.

 

 

 

 

Das war sie also, die Geburtsstunde der DONAU-Huskies.

Nach der Gründung der Donau-Huskies wurde zunächst einmal eine neue Ordnung in die Mannschaft gebracht, wodurch die Huskies attraktiv wurden und somit die Zahl der Teilnehmer anstieg. Bei einer Sitzung am 19.04.1996 fiel die Entscheidung, daß wir auch im Sommer gemeinsam aktiv bleiben sollten. Inlinehockey lag nahe und so spielten wir auf einigen Kaufhausparkplätzen, was uns zu diesem Zeitpunkt genügte.

Über mehrere Teilnahmen beim Streethockey Cup für Hobbyspieler 1996 kamen wir schließlich zum Einstieg in den Ligabetrieb des Bayrischen Rollsportverbandes, erstmals in der Sommersaison 1997. Unsere Erfolge waren zwar nicht überwältigend, aber wir hatten viel Spaß. Zwischenzeitlich war auch Helmut Binder zu uns gestoßen (wie einige die ihm folgen sollten ein Überbleibsel der ehemaligen Aktivenmannschaft des LSD, der nicht wußte wo er spielen sollte). Er brachte auch in spielerischer Hinsicht etwas Ordnung ins Team, was bitter notwendig war. Unsere Heimspiele bestritten wir auf dem Freiplatz in Mindelheim, was nicht nur vom fahrerischen Aufwand her unangenehm war. Duschen und derartigen Luxus gab es nicht.

Wesentlich erfolgreicher waren wir damit, den Verein LSD, dem wir bis dahin als Unterabteilung angehörten, komplett zu übernehmen, und in ERC Ulm/Neu-Ulm umzubenennen. Dies geschah am 30.10.1997 und wurde am 04.03.1998 ins Vereinsregister eingetragen. Als Vorstände fungierten nun Klaus Feulner und ich. Die Gründungsmitglieder waren Helmut Binder, Markus Junginger, Tobias Göbbel, Claus Unsöld, Rainer Unsöld, Klaus Feulner und Georg Schmid.

Durch kontinuierliche Arbeit kam unser Verein langsam vom Image des Drogen konsumierenden Chaosklubs weg, und es fanden sich nach und nach mehr Spieler ein. Im Winter hatten wir ab der Saison 97/98 zwei Eiszeiten in der Halle, und im Sommer durften wir ab der Saison 97 die alten Tennisplätze auf dem Wiley Gelände in Neu-Ulm zum Training nutzen, was für uns ein großer Fortschritt war, und sich auch in Erfolge ummünzen ließ. Zu unseren Heimspielen fuhren wir in dieser Saison in die mittlerweile pleite gegangene Skaterhalle nach Königsbrunn.

Nachdem wir unsere Winter-Eiszeiten behalten durften, kamen bis zum Sommer 99 erneut weitere Spieler zu uns, und so konnten wir im Sommer 99 den Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga realisieren. Zu den Heimspielen hatten wir uns mittlerweile bis in die Eishalle nach Senden vorgekämpft, wo nun auch einmal die Woche trainiert wurde. Da sich auch über den Winter 99/00 weitere neue Spieler einfanden, konnten wir beschließen im Sommer 2000 mit zwei Teams an den Start zu gehen. So sind wir mittlerweile in der Lage sowohl dem starken Hobbyspieler, als auch dem anspruchsvollen Ligaspieler eine Plattform zu bieten. Der Erfolg gibt uns recht, und belohnt für die Mühe, die der Aufbau des Vereines gekostet hat.

Zum Schluß möchte ich mich bei allen bedanken, die über die Jahre in vielen Arbeitsstunden geholfen haben unseren Verein zu dem zu machen, was er ist. Wir haben heute rund 40 aktive Spieler und rund 50 Mitglieder, was für einen Verein, der fast aus dem Nichts gekommen ist eine stolze Bilanz ist. Hoffen wir also, daß unser Verein noch lange besteht, und uns die Möglichkeit bietet miteinander Sport zu treiben, Leute zu treffen und Spaß zu haben. Das ist es schließlich, worum es hier geht…………..

………….und nach weit über 10 Jahren ist es wohl auch an der Zeit, wieder mal etwas über die weitere Geschichte der ERC zu berichten.

Ich will versuchen, im Juni 2000 anzuknüpfen, was nicht gerade einfach ist, da doch ein wenig Zeit vergangen ist. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass es fast erstaunlich ist, dass es uns noch gibt, nachdem der ECU mittlerweile drei Mal pleite gegangen ist, was für die Ulmer Eishockeyscene nicht unbedingt zuträglich war. Aber der Reihe nach.. Nachdem wir damals in die Inlinehockey Regionalliga aufgestiegen waren, haben wir tatsächlich das Kunststück geschafft im Sommer 2001, ohne bezahlte Spieler, die bayerische Inlinehockeymeisterschaft zu gewinnen, und somit die Berechtigung zu haben, in der zweiten Bundesliga anzutreten.( Was wir aus finanziellen Gründen aber nicht gemacht haben) Unsere Gegner waren damals durchaus namhafte Spieler wie Thomas Greilinger (damals Deggendorf) oder Patrick und Jochen Reimer (damals Mindelheim). Auch auf unseren früheren Vereinskameraden und heutigen Kapitän des EV Ravensburg ( 2. Eishockeybundesliga) Christopher Oravec trafen wir, in den Reihen der Augsburg Giants wieder. Unsere Führungsspieler Thorsten Mascha und Niko Stiller haben in diesem Jahr trotz der starken Konkurrenz sogar die Scorerwertung angeführt, was für uns natürlich super war. Der Meistertitel wurde gebührend gefeiert und bleibt für uns bis heute ein Highlight. Auch unsere zweite Mannschaft war weiterhin am Start, und konnte am Tag nachdem wir die Meisterschaft gewonnen hatten einen legendären Sieg auf dem Platz des SSV Ulm 1946 einfahren. Somit war die Saison 2001 sicherlich das Beste, was wir im Inlinehockey erleben durften.

Natürlich ging es auch auf dem Eis kontinuierlich weiter und die Anzahl der Mitglieder und Mitspieler wuchs stetig. Wir haben mal in der Allgäu Hobbyliga und dann auch in der Baden Württemberg Hobby-Liga gespielt, was eigentlich auch ganz lustig war, da aber die Spiele so gut wie alle zu grenzwertigen Zeiten stattfanden war es teilweise fast unmöglich eine Mannschaft zusammen zu bringen. Wer kann schon am Montag Abend um 22.30h in Bietigheim spielen, wenn er am nächsten Tag zur Arbeit muss. Somit haben wir das irgendwann gelassen, und ab und zu Freundschaftsspiele ausgetragen, oder an Turnieren teilgenommen.

Mit dem Inlinehockey wurde es leider auch immer schwieriger, da wir erstens ein Problem mit unserem Trainingsplatz bekamen und zum Zweiten, das Inlinehockey immer Eishockeylastiger wurde, und besonders in der Ober- und Regionalliga ausschließlich noch Eishockeyspieler aus den (teilweise hohen) Eishockeyligen anzutreffen waren. Auch der Ehrgeiz, der bei vielen Teams immer größer wurde, führte dazu, dass das Ganze dann irgendwann auch immer härter und gefährlicher wurde. Da uns allen unsere Jobs vorgingen haben wir 2005 beschlossen, das Ganze bleiben zu lassen, und auch hier nur noch an Turnieren teilzunehmen, bei denen normales Inlinehockey gespielt wird, und ansonsten nur noch zu trainieren.

Der Versuch, sich mit dem SSV Ulm 1846 zusammenzuschließen, da die ja einen Platz, Flutlicht, Duschen etc gehabt hätten wurde von den verantwortlichen des SSV kategorisch abgelehnt, beim SSV ließ man lieber die ganze Abteilung Inline-Hockey sterben. Den Platz gibt es noch immer, die Duschen und das Gebäude auch, aber auch ein Versuch den Platz zu Trainingszwecken zu mieten schlug fehl , da ein auf Rosen gebetteter Verein wie der SSV Ulm das bisschen Geld, das wir für die Nutzung anbieten konnten, nicht nötig hat. Auch das Angebot den Platz selbst in bespielbaren Zustand zu bringen konnte den Verantwortlichen nur ein müdes Lächeln abringen.
2006 hatten wir in Ulm zum ersten Mal Sommereis, was natürlich eine tolle Sache war. Wir haben das ausgiebig genutzt, und auch drum herum einige Aktivitäten entwickelt. Der Verein hatte mittlerweile ca. 50 aktive und insgesamt ca. 70 Mitglieder. Leider war der Versuch 2006 wohl nicht so erfolgreich, so dass es bis 2012 kein Sommereis mehr gab.

Irgendwann gingen dann auch unsere Kinder versuchsweise mit aufs Eis. Mal auf den See, und manchmal wurde es uns auch ermöglicht, (von Personen die nicht genannt werden wollen) mit den Kindern eine Eiszeit auf der Anlage in Ulm zu belegen. So entstanden, auf Initiative der Kinder, 2008 die JUNG-HUSKIES, die mittlerweile eine feste Größe beim ERC sind. Dabei handelt es sich um Kinder die Lust haben Eishockey zu spielen, die aber nicht unbedingt am regelmäßigen Spielbetrieb teilnehmen wollen. Es sind Kinder von 3 bis 15 Jahren auf dem Eis, die in Gruppen aufgeteilt werden, und die hier Eishockey spielen und üben können. Teilweise nehmen auch Eltern teil, die dann bei den Größeren mitspielen, was allen viel Spaß macht. Ebenfalls fester Bestandteil des Samstags-Trainings ist natürlich die Wurst, die es zur Stärkung nach dem Training gibt. Mit Richard Geißler haben die Kinder einen lizenzierten Trainer was natürlich Qualität bringt, ansonsten helfen regelmäßig noch einige “Alt-Huskies” die Kinder zu sortieren, Schuhe zu binden, Trikots zu verteilen etc. An dieser Stelle dürfen keinesfalls die Mütter und Väter vergessen werden, die regelmäßig dafür sorgen, dass es nach dem Training Essen und Getränke gibt, und dass keiner zu kurz kommt. Die Kinder werden natürlich auch größer, und so kommt es, dass es mittlerweile Jung-Huskies gibt, die in den Schulferien, oder auch dazwischen schon bei den Senior-Huskies mittrainieren, und das gar nicht so schlecht.

In zwei bis drei Jahren werden uns die Jungs wohl die Ohren wegfahren.

Von den Senior_Huskies gibt es nicht so viel zu berichten. Die Mitgliederzahl steigt stetig, wir sind mittlerweile bei über 60 (erwachsenen) aktiven Spielern, die glücklicherweise nie alle auf ein Mal kommen. Mit der Schließung der Eishalle in Aalen (2009 oder so ?) sind auch von dort einige Leute dazugekommen, was uns spielerisch und menschlich sicher nicht geschadet hat. Wobei man generell sagen kann, dass wir mit unseren Neuzugängen fast immer Glück hatten und wenn dann doch mal ein Stinkstiefel dabei war, musste man sich eben wieder trennen. Als Highlight kann ich hier noch unseren Sommer-Eis Cup erwähnen, der im Juli 2012 unter sehr strengen Regeln stattfand. Es waren 66 Spieler am Start, die in 6 Teams gelost wurden. Soweit mir bekannt ist, war das Ganze ein großer Erfolg, und die Resonanz hervorragend. Wer letztlich gewonnen hat weiß ich nicht mehr, aber dem Vernehmen nach war das auch den beteiligten nicht so wichtig. Wichtig waren uns als Veranstalter faire und ausgeglichene Spiele und möglichst keine Verletzten. (Heinzis Rippen sind mittlerweile hoffentlich auch wieder geheilt) Fast alle, die (teilweise von weit her) angereist waren, haben sich, falls es eine Neuauflage gibt, bereits wieder angemeldet.

Im Februar 2013 hat unser Verein ca. 90 aktive und insgesamt ca. 140 Mitglieder und war noch nie pleite. Zweifellos stellen die Jung-Huskies mit allem was da so dazugehört eine große Bereicherung des Vereinslebens dar.

Die Trainingslageraufenthalte in Vorarlberg sind mittlerweile legendär, auch für dieses Jahr ist bereits gebucht. Sicher wird es auch wieder ein Spiel Kinder gegen Eltern geben, das bei der ersten Auflage allen viel Spaß gemacht hat, und bei dem sich auch unter den Eltern latente Talente herauskristallisiert haben.

Genau wie im Juni 2000 möchte ich mich bei allen bedanken, die über die Jahre immer wieder dabei geholfen haben unseren Verein zu dem zu machen was er heute ist. Besonders erfreulich ist, dass die Vereinsspitze mit Dr. Dieter Grässle, Richard Geissler, Markus Junginger, Markus Stiller und mit mir, seit weit über zehn Jahren personell unverändert ist, und somit große Kontinuität beweist. Seit ich beim ERC bin, was mutmaßlich seit Anfang der 90er Jahre ist, hatte der Verein ca. 220 verschiedene aktive Mitglieder, was natürlich auch daran liegt, dass Ulm eine Universitäts und Kasernen Stadt ist und somit generell einen hohen Durchlauf an Menschen hat. Von den Jungs, die Anfang der 90er bei den Huskies gespielt haben, ist leider kein einziger mehr da, aber einige altgediente gibt es mit Armin Uhlig, Markus Junginger, Markus Stiller, Andrej Voronin und Genadij Hermann doch. Genaue Statistiken gibt es leider nicht, da besonders in der Zeit vor der Übernahme des Vereines das Ganze doch mehr als chaotisch war, und es aus dieser Zeit auch keinerlei schriftliche Überlieferungen gibt. Unter dem Strich bleibt aber zu sagen, dass wir, Stand heute, eine sensationell Truppe mit tollen individuellen Leuten sind, die, so verschieden sie alle sind, sich toll aufeinander einstellen, respektvoll miteinander umgehen, und, und davon bin ich fest überzeugt, jeder eine Bereicherung für das Leben des Anderen darstellen.

Gez. Georg Schmid, im Februar 2013